Daily dose

Die 10 schlechtesten Twitterlesungs-Flirtsprueche

Fuer all diejenigen, die immer noch nicht ueber ihren eigenen Schatten springen konnten und morgen auf der Twitterlesung einen auf ganz dicke Hose machen wollen, habe ich hier ein paar Tipps:

  1. Dein Twitter-Account ist mir zu wenig als Souvenir! Ich brauche jetzt noch ein Twitpic, einen Ring und ein Kind von Dir!
  2. Twitterer sucht Twitterin zum Twittern!
  3. Darf ich Dich mal nudgen?
  4. Entschuldige, aber darf ich Deinen Twitter-Account erfahren?
  5. Entschuldigung, aber auf welchen Tweet wuerdest Du denn am positivsten reagieren?
  6. Es gibt genug Twitterer, aber Du uebertriffst sie alle!
  7. Gibst du mir mal dein iPhone? Ich zeig Dir mal meinen Twitter-Account!
  8. Ich habe meinen Twitter-Account vergessen, … darf ich mal Deinen sehen?
  9. Koennte jemand eifersuechtig werden, wenn ich ueber Dich twitter?
  10. Wie fuehlt man sich denn so als schoenste Twitterin des Planeten?

Ich bin fuer eventuelle Folgehandlungen nach Anwendung der oben genannten Phrasen nicht haftbar. Anwenden auf eigene Gefahr!

Daily dose

Nachfreude II

Vielen Dank an David Noelte, der heute mit seinem Talent dafuer gesorgt hat, dass es ordentliche Bilder von meiner Maschine und mir gibt:



Daily dose

Nachfreude

Heute das gute Stueck die ersten 52 Kilometer ueber den Asphalt gewetzt. In den naechsten Tagen folgt dann mal ein kleiner Fahrbericht. Nur so viel: Liegt wie eine Eins auf der Strasse, laesst sich schoen praezise fahren und roehrt unentwegt brachial mit vollem Bass aus allen Rohren.

Meine Shadow Spirit

Daily dose

Vorfreude

Twitter ist ja leider grad down, daher muss das Blog herhalten:

Daily dose

Motorradfuehrerschein #Phase 11

Man macht keinen Motorradfuehrerschein, um zu warten. So viel steht seit heute fest, denn der Moment, in dem ich das erste Mal auf meiner eigenen, neuen Maschine sitzen werde, haengt seit heute nur noch davon ab, wie schnell die Zulassungsbehoerde reagiert. Die Jungs haben hier in Berlin grad drei Tage gestreikt, was so viel bedeutet wie, dass denen seit heute wieder die Bude eingerannt wird.

Aber von vorne:
Meine Bank hat mir heute einfach ein unschlagbares Angebot gemacht, welches ich dann doch nicht mehr ausschlagen wollte. Die Finanzierung der eigenen Maschine war somit gesichert. Also am Morgen 16 grosse Scheine abgeholt und mit denen quer durch halb Berlin bis zu Cintula in Tempelhof gefahren. Die habe ich am Vortag als einzigsten Honda-Vertragshaendler erreicht. Bei den Mitbewerbern scheint die Telefonanlage so ihre Probleme gemacht zu haben. Keine der vier Niederlassungen in Berlin war zu erreichen.
Das ich mit denen einen guten Fang gemacht zu haben scheine, bestaetigte sich schon auf dem Hinweg, als mir eine alte Freundin, die ich schon jahrelang nicht mehr gesehen habe, ueber den Weg lief und mich dann direkt vor dem Zweirad-Shop verabschiedete.

Ein bisschen links und rechts geguckt, verschiedene Modelle begutachtet und dann zweifelsfrei bei den beiden in Frage kommenden Cruisern haengen geblieben. Die 750er Honda Shadow ist zweifelsohne ein beeindruckendes Stueck Stahl. Sehr lang, breit, eindrucksvoll aber fuer mein Empfinden dann eben auch etwas zu sehr dem 70er Jahre Retro-Look verfallen mit den beiden grossen, ausladenden Schutzblechen. Die Shadow Spirit dagegen wirkt brachialer. Der grosse Zweizylinder kommt aufgrund der geringeren Verkleidung voll zur Geltung, die Langgabel mit dem eingespeichten 21” Vorderrad und der gewaltigen Walze am Heck sorgen fuer die noetigen Proportionen. Auf beiden mal Probe gesessen, mich mit dem Gefuehl der beiden Cruiser vertraut gemacht und nach 10 Minuten war klar: Die Shadow wird’s werden.

Honda Shadow Spirit

Der Rest war dann Verhandlungssache und auch da muss ich gestehen, war ich vollstens zufrieden. Im Endeffekt habe ich rund 1.000 Euro weniger auf den Tisch gelegt, als der Listenpreis hergibt und denke, dass ich damit recht zufrieden sein kann. Die Verhandlung war quasi non-existent, denn der Preis, der mir genannt worden war, gefiel mir bereits recht gut und, da wollte ich nicht weiter feilen. Ich hatte in dem Laden eh nicht das Gefuehl, Gefahr zu laufen als blutiger Motorradanfaenger abgezockt zu werden. Meine Fragen á la “Sag mal, wo ist das Zuendschloss bei so ‘nem Cruiser” und “Cruiser haben keinen Hauptstaender, oder?” wurden souveraen und freundlich - natuerlich mit einem kleinen, verschmitzten Laecheln aufgrund meiner Unerfahrenheit - beantwortet. Man hat mich da aber eben ernst genommen mit meinem Anliegen und das war mir wichtig. Da habe ich lieber auf die “Ich-als-blutiger-Fahranfaenger-brauche-doch-Zubehoer”-Traenendruese gedrueckt und mir u.a. noch ‘ne vernuenftige Abdeckplane mit drauflegen lassen.

Nach gut einer Stunde bin ich dann stolz wie Bolle zurueck ins Office, habe meinen Arbeitstag hinter mich gebracht und u.a. ganz unkompliziert am Telefon die Versicherung fuer die Maschine klar gemacht. Name, Alter, Anschrift, angepeilte Schadensfreiheitsklasse und Teilkasko Ja/Nein (Ja!) angegeben und der Makler, der auch grade mit seinem Moped unterwegs und rechts rangefahren war, um mich zurueckzurufen, gab das ganze dann an den Shop weiter. Das das so unkompliziert ginge, dachte ich bislang auch nicht.

Eines fehlte jedoch noch fuer das vollendete Tagwerk. Man muss sich ja schliesslich auch bekleidungstechnisch auf so einen Cruiser einstellen. Zeit also, sich mal in den Louis Gigastore in der Holzhauserstrasse aufzumachen.
Der Hinweg vor 18 Uhr ist uebrigens kein Problem: U-BHF Rathaus Reinickendorf und dann eine Ueberlaengen-Bus-Station bis fast vor die Haustuer. Der Rueckweg dann jedoch schon eher. Der letzte Bus faehrt naemlich um kurz nach 18 Uhr, was bedeutet, das man im Zweifelsfall dann einen 15 Minuten Fussmarsch, vollbepackt mit Motorradklamotten hinter sich bringen darf, um wieder in Richtung Zivilisation zu gondeln. Der Store liegt halt doch sehr abgelegen mitten im Industrieviertel und spaetestens vor Ort wird einem dann auch klar, warum dort niemand ausser ich zu Fuss oder mit den Oeffentlichen antanzt. Aber wer schoen sein will, muss bekanntlich leiden.

Also wie der letzte Harley-Jurist im Jacket mit weissem Hemd (ich musste ja morgens zur Bank) durch den Store geschlendert, hier und da was ausprobiert. Handschuhe wanderten in den Korb, der obligatorische Nierengurt. Spaeter dann auch eine fuer den Anfang recht passable Lederjacke und nach gut 40 Minuten Helmtheater dann auch der neue Jet-Helm. Abschliessend noch ein vernuenftiges Bremsschloss, damit man mir die Maschine hier vom Innenhof nicht einfach so wegrollen kann und weg war der naechste Schein.
Von all den Dingen beim Zubehoershoppen ist das Aussuchen des passenden Helms wohl das Schwierigste, habe ich festgestellt. Ich war nicht der Einzige, dem es sichtlich schwer fiel, die richtige Wahl zu treffen. Mal zwickts hier, mal wackelts da. War das eben nicht ein verdaechtig knackendes Geraeusch? Warum sehe ich so wenig? Wieso passt der Helm in Groesse M so gut, der gleiche in derselben Groesse, aber anderer Farbe nun nicht mehr? All das kostet Zeit.

Letztendlich ist aber auch das geschafft. Mit etwas Glueck darf ich morgen also meinen allerersten, eigenen fahrbaren Untersatz ueber die Strassen chauffieren und ich denke, grade mit der Maschine habe ich auch genau das gefunden, was zu mir passt - auch wenn es eben eine Japan-Harley geworden ist und kein “Original”. Aber die sind fuer mich a) eh unbezahlbar und b) auch nur bei ganz gewissen Modellen reizvoll gewesen und ueberhaupt: So viel Kohle wuerde ich dann auch nicht auf den Tisch legen wollen fuer ein Moped. Mit meiner Entscheidung bin ich da vollstens zufrieden. Ich bin jedenfalls gespannt, Photos kommen dank Davids Unterstuetzung sicherlich auch bald. Live und in Farbe, aus der Oberbaumcity.

* Photos mit (hoffentlich) freundlicher, umsatzsteigernder Genehmigung von Honda, Louis und Caberg.

Daily dose

Wie ich einst den Beauty- und Wellnessgutschein fuer drei Tage Blankenburg im Harz (inkl. California-Whirlpool und Peeling) auf dem Interroute-Sommerfest gewann und somit den laengsten Titel aller Zeiten kreierte!

Ich hatte am Donnerstag einfach Glueck. Nur, was soll ich mit einem Beauty- und Wellness-Gutschein? Da gibt es eigentlich nur zwei Optionen:

  • Motorrad beschaffen und drei Tage den Harz erkunden …
  • Zum Longboard-Cruiser-Treffen in Thale im Spaetsommer moeglichst viele Leute im Wellness-Hotel unterbringen und schauen, wieviele Leute in so einen “California-Whirlpool” passen.

Na irgendwas wird sich schon finden lassen, was meiner Auffassung von Urlaub gerecht wird.

Auf jeden Fall ein dickes Dankeschoen an Interroute fuer das schoene Sommerfest am Wannsee und den dicken Hauptpreis!

Eddie, der Bordcomputer

Sensationell

Das muss man gesehen haben:

Bei Peter Kroener auch nochmal aus einer anderen Perspektive.

Beteigeuze Fuenf

Walk the Line jetzt auch als Video

Und zwar hier. Die ersten sechs Tage Slacklinen in Berlin in kompakten 14 Minuten:

Link: sevenload.com

Vielen Dank wie immer an Franky, der sich hingesetzt hat, um die unzaehligen, einzelnen Aufnahmen zusammenzufuegen.

Back to the future

Retroformatik #1

MorgengrauenMir ist heute wieder einmal bewusst geworden, wie lange ich doch bereits mit der IT verbandelt bin. Textkonsolen zum Beispiel habe ich recht frueh entdeckt und schon damals habe ich die Vorteile eben jener genossen. Das merkt man vor allem in solchen Momenten, in denen einem eine Informatikerin mit abgeschlossenem Studium begegnet, die von “irgendso einem PuTTY” redet und nicht genau weiss, was dieses kleine Werkzeug beispielsweise alles leisten kann.

Ich duerfte so um die 14 oder 15 gewesen sein, als ein paar halbe Kerle in meinem Freundeskreis angefangen haben zu mudden. Zur Erklaerung: MUDs oder auch Multi User Dungeons sind Rollenspiele auf Textebene mit einer Vielzahl weiterer, menschlicher Mitspieler. Moechte man nach osten laufen, tippt man o oder osten. Moechte man denn Kristalldrachen angreifen, schreibt man toete kristalldrachen und hat man das Verlangen, den Mitspieler namens Hurzelgnom zu wuscheln, dann wuschel hurzelgnom‘t man ihn eben. Das ganze laeuft also voellig ohne graphischen Schnickschnack ab, ist in Studentenkreisen weit verbreitet, regt die eigene Phantasie an und macht einfach Spass.
Ich bin zwar heute nicht mehr aktiv dabei, war aber jahrelang Spieler im Morgengrauen und habe u.a. dort auch ein paar kleine Dinge im Verborgenen programmiert. Ab einer gewissen Spielerstufe darf man sich schliesslich entscheiden, ob man als erfahrener Spieler weitermacht oder ob man als Magier eigene Inhalte programmieren und hinzufuegen moechte.

Jedenfalls schwaermte damals jeder von TinyFuge, einem MUD Client auf Konsolenebene, weil man mit diesem so schoene, umfangreiche Skripte schreiben konnte. Ich verstand zu diesem Zeit jedoch nur Bahnhof und gab mich aufgrund meiner damaligen Windows-Affinitaet mit ZMud zufrieden. Der Client war damals zwar noch nicht so leistungsfaehig wie heute, konnte aber immerhin schon Macros, mit Variablen umgehen und Trigger setzen. TinyFuge war und ist auch heute noch vorzugsweise ein Programm, was man besser unter Linux nutzt. Einloggen konnte man sich am besten mittels PuTTY auf einer Maschine, auf der man dann TF startete.

Und wie es die Geschichte so will, dachte auch ich damals mit 14 oder 15, dass PuTTY zu nichts anderem gut waere, als TF auf einem entfernten Rechner zu starten, um damit mudden zu koennen. Zwar mudde ich schon seit Jahren nicht mehr, die Anekdote ist mir jedoch geblieben und der Gedanke daran, dass ich u.a. durch das Mudden mein Fable fuer Textkonsolen gewonnen habe.

Daily dose

Motorradfuehrerschein Phase #10

Fuer all diejenigen, die es interessiert: So ein Fuehrerschein Klasse A kostet in Berlin rund 1.606 Euro. Zumindest, wenn man problemlos durch die praktische Pruefung kommt, so wie ich das heute zur Mittagszeit gemacht habe. Mit ein paar Doppelfahrstunden weniger ist man auch schnell bei 1.300 oder 1.400, aber darunter ist jegliche Summe recht illusorisch. Zumal man dann Gefahr laeuft, viele Dinge in der praktischen Pruefung nicht aus dem Aermel schuetteln zu koennen und das bedeutet: Der Fuehrerschein wird locker mal rund 500 Euro teurer. Der Grund dafuer: Man muss weitere drei Doppelfahrstunden vorweisen (also 6 mal 45 Minuten) und auch die Pruefungskosten beim Tuev oder der Dekra, sowie bei der Fahrschule abdruecken. Da ist die Rechnung mit weniger Fahrstunden oftmals eine glatte Milchmaedchenrechnung, da man im Zweifelsfall weitaus teurer dabei wegkommt als eigentlich geplant.

Ansonsten kann ich abschliessend berichten: Die Pruefung lief zwar nicht ganz angstfrei und entspannt ab, ist aber auch bei Weitem nicht so schwierig zu schaffen, wie sich das der ein oder andere vorstellt. Viel Schlaf in der Nacht davor ist wichtig. Etwas fruehstuecken ist auch nicht ganz verkehrt. Danach habe ich zumindest den Morgen und den Vormittag zum exessiven Arbeiten genutzt, auch wenn fuer den ein oder anderen Entspannug eher foerderlich ist. Da muss sich jeder selbst zu helfen wissen.
Fakt ist, ich war heute im Office verdammt aufgeregt. Als ich dann aber heute das letzte Mal zwecks Fahrstunden ueber die Oberbaumbruecke geschlendert bin und auf der Maschine sass, loeste sich die Anspannung langsam. Auf dem Gelaende der Dekra dann war sie vollends weg und war dann auch innerhalb der Pruefung nicht mal mehr annaehernd so gross wie im Office.

Zu Beginn der Pruefung wird mittels Personalausweis die Identitaet festgestellt, man wird kurz darauf hingewiesen, dass die Kommandos vom Fahrlehrer uebermittelt werden (aufgrund der Vertrautheit der Stimme) und man richtungsweisende Befehle mit einem deutlichen Kopfnicken bestaetigen muss. So ist es der Regelfall. Bei mir hiess es nur: “Na komm, wir wollen los machen. Reisefertig machen und rauf auf die Maschine!” - auch gut.

Die Strecke stimmt meist mit den Erfahrungen aus dem Pruefgebiet ueberein. In Berlin geht es ueber normale Strassen und 30 Zonen bis zur Autobahnauffahrt, dann mehrere Kilometer ueber die Autobahn, um im Anschluss auf einem abgelegenen Platz oder einer Sackgasse die erlernten Kunststuecke, wie Slalom bei 30 km/h oder Gefahrenbremsung bei ca. 50 km/h, zu vollfuehren.
In meinem Falle hat das alles recht gut geklappt, auch wenn ich persoenlich nicht hundertprozentig zufrieden war. Nach vier Runden in der Schraeglage im Kreis, fragte der Pruefer anscheinend meinen Fahrlehrer, wieviele Runden ich denn noch drehen wolle. Bei der Gefahrenbremsung aus 50 km/h war er nicht gaenzlich zufrieden mit dem Ergebnis - ich auch nicht - hat aber den Versuch abgenickt. Letzten Endes muss man sich bewusst sein: Was in den Fahrstunden besonders gut geklappt hat, wird in der Pruefung aufgrund der Aufregung und Anspannung eben etwas schlechter laufen. Man will halt doch keinen Abflug, ein blockierendes Vorderrad oder ein ausbrechendes Hinterrad riskieren.

Von dort geht es dann, je nach Einschaetzung des Pruefers, ueber leichteres oder komplizierteres Terrain zurueck. Will heissen: Bei mir bestand die Rueckfahrt zur Dekra eigentlich nur aus laengeren 50 Zonen und keinen 30 Zonen/Vorfahrts-Teilstuecken mehr.
Nachdem wir dort dann auch angekommen sind, noch ein, zwei Fragen an mich, warum ich dies oder jenes nicht beachtet haette und die lang ersehnte Aushaendigung des neuen Fuehrerscheins mit Klasse A offen konnte seinen Lauf nehmen.
In meinem Falle wieder, habe ich beim Rechtsabbiegen den Fuss nicht rechts abgesetzt, sondern links. Das fuehrt dazu, dass man dann beim Abbiegen ein wenig ins Trudeln geraet aufgrund der Gewichtsverlagerung, die man mit 250 Kilo unter’m Hintern erstmal vollbringen muss. Die zweite Kleinigkeit betraf einen meiner Abbiegevorgaenge in einer 30 Zone an einer versetzten Kreuzung, die ich etwas zu scharf geschnitten habe. Alles Lapalien, die nicht dazu fuehren sollten, dass man durch die Pruefung rasselt.

Wenn der Pruefer nach der Pruefung beginnt, Fragen zu stellen: Ueberlegen und erst dann antworten. Nicht herumstammeln, sondern ueberlegen und gezielt beantworten. Weiss man die Antwort nicht, notfalls leicht herantasten. Souveranitaet ist wichtig. Auch in diesem Moment koennte man noch durchfallen.
Und auf gar keinen Fall, niemals nicht damit anfangen zu sagen: “Ja, das sehe ich auch so” oder “Ja, das ist mir auch aufgefallen und in der Strasse war ich eh ein wenig zu schnell” oder oder oder. Dem Pruefer kein Futter geben! Lieber zurueckhalten und sich, auch wenn die Nervositaet nicht sonderlich gross war, sagen: “Ja, ich muss gestehen, ich bin ein wenig aufgeregt in solchen Pruefungssituationen” oder etwas in der Art.
Auch ganz schlecht: “Ich haette ja nicht gedacht, dass wir so schnell wieder da sind. Das war ja mal eine schoene, kurze Pruefung!” Sich damit zufrieden geben, dass es gar nicht so schwer war, die Pruefung zu bestehen. Nachher nimmt der Pruefer je nach Typ Mensch das als negative Kritik wahr und ueberlegt sich noch einmal genau, was denn in der Pruefung so alles grenzwertig war. Im schlimmsten Falle riskiert man so doch noch seine Pappe! Und ja, die Zeit in der Pruefung vergeht wie im Fluge.

Ansonsten kann ich als Ratschlag immer nur nochmal betonen: Eine fehlerfreie theoretische Pruefung ist fuer die praktische Pruefung goldwert. Man muss eben keine Situationen nachfahren, die man falsch beantwortet hat. Man muss sich nicht den Fragen des Pruefers stellen, die im Anschluss an die Fahrt auch nochmal auf die Theorie zurueckfuehren koennen. Am besten: Beim gleichen Pruefer die Praxis ablegen, bei dem man auch die Theorie geschafft hat - so wie in meinem Falle. Das war allerdings pures Glueck. Seinen Pruefer kann man sich nicht aussuchen. Somit also auch moegliche “Angriffsflaechen”, die der Pruefer als negative Charaktereigenschaft werten koennte, minimieren. Also: Im Zweifelsfall einen lockeren Spruch weniger und nicht uebermuetig werden.

Das war es also im Grossen und Ganzen. Ich werde mir jetzt ueberlegen, ob ich dieses Jahr noch mit der eigenen Maschine auf die Strasse moechte oder lieber auf den Winter warte, wenn die Motorradpreise in den Keller fallen. Je nachdem, fuer was ich mich entscheide, werde ich es mit Sicherheit auch hier festhalten. Die Shadow Spirit steht schliesslich immer noch hoch im Kurs. Aber abwarten und durchrechnen, denn alleine den Fuehrerschein zu finanzieren war nicht ganz ohne. Und der leckere Glenfiddich Single Malt zum Dank fuer die gute Arbeit des Fahrlehrers will ja auch noch finanziert werden, nicht? ;-)