Back to the future

27. November 2002

Dort, wo heute die alternative Berliner Kunstszene ihr Epizentrum hat und sich Touristen in und um die weitlaeufige Ruine mitten im Berliner Zentrum die Klinke in die Hand geben, photografieren was das Zeug haelt, sprang Janine F. vor knapp sechs Jahren, am 27. November 2002, in den Tod.
Am Tage zuvor hielten andere Kuenstler, ihre damaligen Freunde, bei einer Ateliersession mittels Videokamera ihre Ankuendigung zum Freitod fest. Sie hoere immer haeufiger Stimmen, das Haus spreche zu ihr. Den Tag darauf war sie tot. Zerschmettert nach dem Fall aus dem fuenften Stock in den Innenhof des weitlaeufigen Gelaendes.

Touristen, die Berlin bei den ersten Sonnenstrahlen dieses kalten Tages erkunden wollten, hielten die Szenerie fuer ein Kunstprojekt. Erst ein Zwoelfjaehriger bemerkte gegen Mittag, dass da etwas nicht stimmte.

Teresa Renn, eine junge Dokumentarfilmerin, erschuf drei Jahre nach ihrem Tod Ende 2005 einen zurueckhaltenden Dokumentarfilm, in der viele alte Bekannte und damalige Freunde von Janine zu Wort kommen. Sie zeichnen das Bild von Janine, der Person hinter dem Namen und erzaehlen auf ihre jeweils ganz persoenliche Art und Weise, wie sie Janine erlebt haben und rekonstruieren so zumindest Teile der Geschichte, die viel zu frueh endete.

Ich denke auch heute noch jeden einzelnen Tag an Dich. Wie wir zusammen vor dem heute laengst abgerissenen Non Tox die ganze Nacht ueber betrunken zwischen Uebersee-Containern Hackysack im duesteren Licht der Lagerhaeuser spielten, wie wir zusammen im Schlosspark in den Baeumen saßen und ueber die Welt philosophierten. Und an unsere gemeinsame Zeit.
Ich habe erst viel zu spaet von Deinem Tod erfahren. Wir waren laengst getrennte Wege gegangen, als Du im Tacheles untergekommen warst. Ich mache mir dennoch keine Vorwuerfe mehr, damals nicht fuer Dich da gewesen zu sein. Unsere Wege trennten sich lange zuvor und Du bist heute Teil meiner Geschichte, die ohne Dich um einige Facetten aermer waere. Du fehlst trotzdem jeden einzelnen Tag.

Daily dose

4.000 Kilometer Shadow Spirit

Naechste Woche Donnerstag steht die Maschine seit genau zwei Monaten vor der Tuer und trotzdem zaehlt der chromverzierte Tachometer auf dem Tank nun schon eine Vier mit drei Nullen dahinter. Das sind stolze 66,6~ Kilometer am Tag oder bildlich gesprochen: Taegliches Cruisen zur Arbeit, mehrere Touren durch Brandenburg, Erkundungen im Weserbergland, naechtliches Cruisen durch Berlin und zwei Berlin-Bielefeld-Berlin Touren.

Und genauso wie ich denke, dass die Maschine nun richtig auf dem Asphalt angekommen ist, habe wohl auch ich mich so langsam an das teilweise doch recht gefaehrliche aber auch unheimlich schoene und entspannende Leben als Motorradfahrer gewoehnt.
Eine der ersten Dinge, die ich wohl gelernt habe: Wer bereits im Auto gefaehrlich lebt und nicht genau weiss, was um ihn herum passiert, der sollte besser auf’s Motorradfahren verzichten. Weit vorausblicken ist die Lebensversicherung, die man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen muss, denn zu schnell geraet das Gefuehl der Geschwindigkeit und die Einheit zwischen Mensch und Maschine in den Vordergrund.

Ich habe mit der Maschine unheimlich schoene und unheimlich idiotische Dinge hinter mich gebracht.

Zu den schoenen Dingen zaehlen beispielsweise die Fahrten in Niederfinow, wo einem die Urspruenglichkeit Brandenburgs von der Natur derart vor Augen gehalten wird, dass man sich nur noch als ganz, ganz kleines Teil des Ganzen begreifen kann. Zu beeindruckend sind die ploetzlichen Erhebungen des Urstromtals in eben jener Flachlandregion, als das man sie ignorieren koennte.
Oder eben jene Tour mit Sozius durch’s Weserbergland von Bielefeld aus ueber Herford bis zur Porta Westfalica und vice versa. 10% Steigung wollen erstmal bewaeltigt, Serpentinen auf dem Weg hoch zum Kaiser-Wilhelm Denkmal mit der richtigen Schraeglage genommen werden.

Schoen war auch die Begegnung mit meinem alten Kollegen und Ausbilder auf einer Raststaette auf der A2 nahe Braunschweig. Dem noetigen Tankstop folgte 20 Minuten lang Freude ueber das Wiedersehen, Austausch ueber das, was man jetzt so macht und eine ueberschwenglich, freundliche Verabschiedung bei 140 km/h auf der Autobahn.

Zu den etwas Leichtsinnigeren gehoert unweigerlich die Fahrt nach Bielefeld, 400 Kilometer ueber die A2, bei dem wechselhaftesten Wetter, was dieser Sommer wohl zu bieten hatte. Und zu allem Unglueck war ich aufgrund der spontanen Entscheidung gegen die Deutsche Bahn auch noch schlecht vorbereitet: Sonnenbrille, halb-offener Helm, nicht mal annaehernd regenfeste Kleidung.
Jeder noch so kleine Regenschauer fuehlt sich auf der Autobahn bei 130 km/h an, als ob man dem Facepeeling eines Sumo-Ringers voellig hilflos ausgeliefet ist. Bei jeder Kaltfront merkt man augenblicklich den massiven Temperaturunterschied und zieht sich in seiner Lederkluft unweigerlich zurueck. Freut man sich ueber die ploetzlichen Sonnenstrahlen am Horizont, geht das Martyrium eigentlich erst los - ist man doch jetzt mitten im Zentrum der Regenwolken. Im Weserbergland war der Regen dann so stark, dass mich bereits LKWs links ueberholten, weil ich aufgrund der Witterung nur rund 80 km/h fahren wollte und in Bielefeld war es bereits so dunkel, dass ich auf die Sonnenbrille getrost verzichten durfte.

Nach sechseinhalb Stunden Fahrzeit fuer die 400 Kilometer bin ich dann allerdings doch noch wohlbehalten angekommen, konnte meinen besorgten Kollegen, die mich im vorhinein fuer verrueckt erklaert hatten, Entwarnung geben und habe mich den naechsten Tag im oertlichen Louis erstmal etwas adaequater ausgeruestet, um die Rueckfahrt besser ueberstehen zu koennen. Auf der hat es zwar kein einziges Mal geregnet und ich war vor Hannover frohen Mutes mit rund 5 Stunden Fahrzeit Berlin zu erreichen, waere da nicht die Vollsperrung der A2 aufgrund eines Bombenfundes gewesen, die mich dann nochmal zwei weitere Stunden auf diversen Landstrassen gekostet hat.

Auch die Stadt hat so ihre Tuecken:
Angefangen vom alten VW Passat, vollbesetzt mit vier Frauen, deren Aufmerksamkeit wohl eher auf die naechste Tupperparty gerichtet war und mich so zum Ausweichen auf den Radweg zwangen. Was folgte war das obligatorische Klopfen gegen die Scheibe bei rund 60 km/h, geparrt mit dem fiesesten Grinsen was meine Visage hergibt und schockreife Gesichter im Innenraum des VWs hinterliess.
Einen anderen Tag waere mir beinahe ein SUV zum Verhaengnis geworden, dessen Fahrer es wohl nicht mehr abwarten konnte, weiterfahren zu koennen und vor der Ampel prompt aus der Schlange der Wartenden stark beschleunigend auf meine Spur wechselte. Ich konnte dieser Flitzpiepe zwar im letzten Moment ausweichen und hatte zum Glueck genug Platz zwischen SUV und Bordstein, trotzdem brauche ich das Gefuehl der 20 Minuten danach nicht unbedingt noch einmal.

Da muss ich ganz offen gestehen, hat mein Fahrlehrer ganze Arbeit geleistet indem er mir immer und immer wieder eingebleut hat, mit dem Unerwarteten rechnen zu muessen. Ansonsten waere mir diese Begegnung wohl zum Verhaengnis geworden. Ein Hoch auf die Tiefenperson und entwickelte Automatismen!

Abseits von jeglicher persoenlicher Erfahrung, schnurrt die Maschine wie ein Kaetzchen oder soll ich besser sagen wie ein tieffliegendes Geschwader japanischer Kamikaze-Piloten? Der Sound ist zwar nicht mit einer 30 Jahre alten Harley zu vergleichen, in dieses Kraeftemessen brauche ich mich jedoch auch gar nicht erst einzulassen. Leise im Stand, kraftvoll beim Beschleunigen. So mag ich das eben auch.
Auch der Verbrauch stimmt mit runden 4 Litern auf 100 Kilometern und macht die Sache an der Tankstelle recht angenehm. Zudem laesst sich der Cruiser sogar agiler fahren, als ich zu Anfang dachte. Ich werde zwar auch heute noch von dem ein oder anderen Raser ueberholt und lasse den asphaltgebundenen Marschflugkoerpern an der Ampel unbeeindruckt den Vortritt, aber das juckt mich nicht. Das einzige, was mich manchmal aufhorchen laesst, ist das Klappern des Kardan. Kommt zwar selten vor, merkt man als Fahrer allerdings schon. Aber so ist das eben, wenn man sich gegen Kettenpflege entschieden hat. Damit muss man dann leben koennen.

Die Entscheidung fuer die Shadow Spirit war jedenfalls goldrichtig, auch wenn ich zurueckblickend ohne Probefahrt und ohne jegliche Erfahrung ein ganz schoenes Risiko eingegangen bin. Dennoch, manchmal zahlt sich eben auch so etwas aus.

Wer gerne mal mit raus ins Umland moechte oder auf ‘ne Runde Benzinreden beim Kaffee auf der Spinner Bruecke Lust hat, der kann gerne mal etwas von sich hoeren lassen. Noch ist ja nicht die Zeit gekommen, die Maschine zur Ueberwinterung irgendwo unterzubringen.

Daily dose

Strukturierte Prokrastination

Ich schaeme mich, ganz ehrlich - und prokrastiniere froehlich weiter vor mich hin. “Jetzt koenntest Du aber mal wieder bloggen”, schiesst es mir jetzt beinahe schon taeglich durch den Kopf. “Du hast so vieles zu erzaehlen und zu dokumentieren”, denke ich mir.
Dem Zustand des froehlichen, strukturierten Prokrastinierens entkommen konnte ich allerdings bislang trotzdem nicht.

Irgendwas ist ja immer. Sei es, dass das Motorrad mittlerweile nach knapp 7 Wochen schon die 4.000 Kilometermarke durchbrochen hat oder die heimische Xbox betuddelt werden moechte, ich hier in der WG als Hauptmieter mehr Verantwortung tragen muss und den Einzug zwei neuer Mitbewohner koordiniere oder ganz einfach wie immer sehr zufrieden mit interessanten Aufgaben bei uns im Office die Stunden zaehle.

Und warum schreibe ich das? Ganz klar, um Euch noch ein klein wenig hinzuhalten … I apologize! Ganz ehrlich. Ich kuemmere mich darum, mal vom Spirit auf 750cm³ zu erzaehlen und warum ich mit der Entscheidung gegen einen asphaltgebundenen Marschflugkoerper aeusserst zufrieden bin, blogge mit Sicherheit auch ueber das ein oder andere Nagios Plugin, was in der Zwischenzeit so entstanden ist und wie ich PNP Multigraph-faehig gemacht habe.

Nur noch ein ganz klein wenig Geduld, … und andere Aufgaben erledigen sich ganz von selbst

Eddie, der Bordcomputer

Die 10 schlechtesten Twitterlesungs-Flirtsprueche

Fuer all diejenigen, die immer noch nicht ueber ihren eigenen Schatten springen konnten und morgen auf der Twitterlesung einen auf ganz dicke Hose machen wollen, habe ich hier ein paar Tipps:

  1. Dein Twitter-Account ist mir zu wenig als Souvenir! Ich brauche jetzt noch ein Twitpic, einen Ring und ein Kind von Dir!
  2. Twitterer sucht Twitterin zum Twittern!
  3. Darf ich Dich mal nudgen?
  4. Entschuldige, aber darf ich Deinen Twitter-Account erfahren?
  5. Entschuldigung, aber auf welchen Tweet wuerdest Du denn am positivsten reagieren?
  6. Es gibt genug Twitterer, aber Du uebertriffst sie alle!
  7. Gibst du mir mal dein iPhone? Ich zeig Dir mal meinen Twitter-Account!
  8. Ich habe meinen Twitter-Account vergessen, … darf ich mal Deinen sehen?
  9. Koennte jemand eifersuechtig werden, wenn ich ueber Dich twitter?
  10. Wie fuehlt man sich denn so als schoenste Twitterin des Planeten?

Ich bin fuer eventuelle Folgehandlungen nach Anwendung der oben genannten Phrasen nicht haftbar. Anwenden auf eigene Gefahr!

Daily dose

Nachfreude II

Vielen Dank an David Noelte, der heute mit seinem Talent dafuer gesorgt hat, dass es ordentliche Bilder von meiner Maschine und mir gibt:



Daily dose

Nachfreude

Heute das gute Stueck die ersten 52 Kilometer ueber den Asphalt gewetzt. In den naechsten Tagen folgt dann mal ein kleiner Fahrbericht. Nur so viel: Liegt wie eine Eins auf der Strasse, laesst sich schoen praezise fahren und roehrt unentwegt brachial mit vollem Bass aus allen Rohren.

Meine Shadow Spirit

Daily dose

Vorfreude

Twitter ist ja leider grad down, daher muss das Blog herhalten:

Daily dose

Motorradfuehrerschein #Phase 11

Man macht keinen Motorradfuehrerschein, um zu warten. So viel steht seit heute fest, denn der Moment, in dem ich das erste Mal auf meiner eigenen, neuen Maschine sitzen werde, haengt seit heute nur noch davon ab, wie schnell die Zulassungsbehoerde reagiert. Die Jungs haben hier in Berlin grad drei Tage gestreikt, was so viel bedeutet wie, dass denen seit heute wieder die Bude eingerannt wird.

Aber von vorne:
Meine Bank hat mir heute einfach ein unschlagbares Angebot gemacht, welches ich dann doch nicht mehr ausschlagen wollte. Die Finanzierung der eigenen Maschine war somit gesichert. Also am Morgen 16 grosse Scheine abgeholt und mit denen quer durch halb Berlin bis zu Cintula in Tempelhof gefahren. Die habe ich am Vortag als einzigsten Honda-Vertragshaendler erreicht. Bei den Mitbewerbern scheint die Telefonanlage so ihre Probleme gemacht zu haben. Keine der vier Niederlassungen in Berlin war zu erreichen.
Das ich mit denen einen guten Fang gemacht zu haben scheine, bestaetigte sich schon auf dem Hinweg, als mir eine alte Freundin, die ich schon jahrelang nicht mehr gesehen habe, ueber den Weg lief und mich dann direkt vor dem Zweirad-Shop verabschiedete.

Ein bisschen links und rechts geguckt, verschiedene Modelle begutachtet und dann zweifelsfrei bei den beiden in Frage kommenden Cruisern haengen geblieben. Die 750er Honda Shadow ist zweifelsohne ein beeindruckendes Stueck Stahl. Sehr lang, breit, eindrucksvoll aber fuer mein Empfinden dann eben auch etwas zu sehr dem 70er Jahre Retro-Look verfallen mit den beiden grossen, ausladenden Schutzblechen. Die Shadow Spirit dagegen wirkt brachialer. Der grosse Zweizylinder kommt aufgrund der geringeren Verkleidung voll zur Geltung, die Langgabel mit dem eingespeichten 21” Vorderrad und der gewaltigen Walze am Heck sorgen fuer die noetigen Proportionen. Auf beiden mal Probe gesessen, mich mit dem Gefuehl der beiden Cruiser vertraut gemacht und nach 10 Minuten war klar: Die Shadow wird’s werden.

Honda Shadow Spirit

Der Rest war dann Verhandlungssache und auch da muss ich gestehen, war ich vollstens zufrieden. Im Endeffekt habe ich rund 1.000 Euro weniger auf den Tisch gelegt, als der Listenpreis hergibt und denke, dass ich damit recht zufrieden sein kann. Die Verhandlung war quasi non-existent, denn der Preis, der mir genannt worden war, gefiel mir bereits recht gut und, da wollte ich nicht weiter feilen. Ich hatte in dem Laden eh nicht das Gefuehl, Gefahr zu laufen als blutiger Motorradanfaenger abgezockt zu werden. Meine Fragen á la “Sag mal, wo ist das Zuendschloss bei so ‘nem Cruiser” und “Cruiser haben keinen Hauptstaender, oder?” wurden souveraen und freundlich - natuerlich mit einem kleinen, verschmitzten Laecheln aufgrund meiner Unerfahrenheit - beantwortet. Man hat mich da aber eben ernst genommen mit meinem Anliegen und das war mir wichtig. Da habe ich lieber auf die “Ich-als-blutiger-Fahranfaenger-brauche-doch-Zubehoer”-Traenendruese gedrueckt und mir u.a. noch ‘ne vernuenftige Abdeckplane mit drauflegen lassen.

Nach gut einer Stunde bin ich dann stolz wie Bolle zurueck ins Office, habe meinen Arbeitstag hinter mich gebracht und u.a. ganz unkompliziert am Telefon die Versicherung fuer die Maschine klar gemacht. Name, Alter, Anschrift, angepeilte Schadensfreiheitsklasse und Teilkasko Ja/Nein (Ja!) angegeben und der Makler, der auch grade mit seinem Moped unterwegs und rechts rangefahren war, um mich zurueckzurufen, gab das ganze dann an den Shop weiter. Das das so unkompliziert ginge, dachte ich bislang auch nicht.

Eines fehlte jedoch noch fuer das vollendete Tagwerk. Man muss sich ja schliesslich auch bekleidungstechnisch auf so einen Cruiser einstellen. Zeit also, sich mal in den Louis Gigastore in der Holzhauserstrasse aufzumachen.
Der Hinweg vor 18 Uhr ist uebrigens kein Problem: U-BHF Rathaus Reinickendorf und dann eine Ueberlaengen-Bus-Station bis fast vor die Haustuer. Der Rueckweg dann jedoch schon eher. Der letzte Bus faehrt naemlich um kurz nach 18 Uhr, was bedeutet, das man im Zweifelsfall dann einen 15 Minuten Fussmarsch, vollbepackt mit Motorradklamotten hinter sich bringen darf, um wieder in Richtung Zivilisation zu gondeln. Der Store liegt halt doch sehr abgelegen mitten im Industrieviertel und spaetestens vor Ort wird einem dann auch klar, warum dort niemand ausser ich zu Fuss oder mit den Oeffentlichen antanzt. Aber wer schoen sein will, muss bekanntlich leiden.

Also wie der letzte Harley-Jurist im Jacket mit weissem Hemd (ich musste ja morgens zur Bank) durch den Store geschlendert, hier und da was ausprobiert. Handschuhe wanderten in den Korb, der obligatorische Nierengurt. Spaeter dann auch eine fuer den Anfang recht passable Lederjacke und nach gut 40 Minuten Helmtheater dann auch der neue Jet-Helm. Abschliessend noch ein vernuenftiges Bremsschloss, damit man mir die Maschine hier vom Innenhof nicht einfach so wegrollen kann und weg war der naechste Schein.
Von all den Dingen beim Zubehoershoppen ist das Aussuchen des passenden Helms wohl das Schwierigste, habe ich festgestellt. Ich war nicht der Einzige, dem es sichtlich schwer fiel, die richtige Wahl zu treffen. Mal zwickts hier, mal wackelts da. War das eben nicht ein verdaechtig knackendes Geraeusch? Warum sehe ich so wenig? Wieso passt der Helm in Groesse M so gut, der gleiche in derselben Groesse, aber anderer Farbe nun nicht mehr? All das kostet Zeit.

Letztendlich ist aber auch das geschafft. Mit etwas Glueck darf ich morgen also meinen allerersten, eigenen fahrbaren Untersatz ueber die Strassen chauffieren und ich denke, grade mit der Maschine habe ich auch genau das gefunden, was zu mir passt - auch wenn es eben eine Japan-Harley geworden ist und kein “Original”. Aber die sind fuer mich a) eh unbezahlbar und b) auch nur bei ganz gewissen Modellen reizvoll gewesen und ueberhaupt: So viel Kohle wuerde ich dann auch nicht auf den Tisch legen wollen fuer ein Moped. Mit meiner Entscheidung bin ich da vollstens zufrieden. Ich bin jedenfalls gespannt, Photos kommen dank Davids Unterstuetzung sicherlich auch bald. Live und in Farbe, aus der Oberbaumcity.

* Photos mit (hoffentlich) freundlicher, umsatzsteigernder Genehmigung von Honda, Louis und Caberg.

Daily dose

Wie ich einst den Beauty- und Wellnessgutschein fuer drei Tage Blankenburg im Harz (inkl. California-Whirlpool und Peeling) auf dem Interroute-Sommerfest gewann und somit den laengsten Titel aller Zeiten kreierte!

Ich hatte am Donnerstag einfach Glueck. Nur, was soll ich mit einem Beauty- und Wellness-Gutschein? Da gibt es eigentlich nur zwei Optionen:

  • Motorrad beschaffen und drei Tage den Harz erkunden …
  • Zum Longboard-Cruiser-Treffen in Thale im Spaetsommer moeglichst viele Leute im Wellness-Hotel unterbringen und schauen, wieviele Leute in so einen “California-Whirlpool” passen.

Na irgendwas wird sich schon finden lassen, was meiner Auffassung von Urlaub gerecht wird.

Auf jeden Fall ein dickes Dankeschoen an Interroute fuer das schoene Sommerfest am Wannsee und den dicken Hauptpreis!

Eddie, der Bordcomputer

Sensationell

Das muss man gesehen haben:

Bei Peter Kroener auch nochmal aus einer anderen Perspektive.